Das macht mich wirklich krank:
Trotz high value im Club, einem großen social circle und jeder Menge attraction bin ich needy. Ich such mir die schönsten HBs aus, tanze mit ihnen und bin needy. Irgendwas mach ich falsch, ich tanze mit ihnen, spüre ihren wunderbaren Körper an meinem, sehe ihr Lächeln usw. doch es bleibt dabei. Eskalieren unmöglich, ist halt
nur tanzen, wie sie immer wieder sagen.
Und ich? Ich hab es schon dutzende Male gehört und geh trotzdem wieder hin, tanze trotzdem mit ihnen und komme nie oder nur selten über diesen Punkt hinaus. An diesem Punkt stehen zu bleiben löst in mir einen Mangel aus. Ich hab die Frucht schon in der Hand, doch kann ich sie nicht pflücken. Manchmal eskaliere ich dann doch und mach mir damit das Set kaputt. "Schlimmer Finger" würde ich von den HBs genannt, sagte mir eine Tanzmaus, während sie eng mit mir tanzte. Hab ihr zwar zu gehört, doch insgeheim genoss ich bereits in vollen Zügen ihre Nähe: Nur wie es ihr sagen, wie sie wissen lassen, was sie mir da grade gibt? Und wie es ihr sagen, ohne dass sie gleich weggeht?
Needy sein hat immer etwas mit mir zu tun, habe ich gelernt. Ist ein Mangel ganz meinerseits und hat nichts mit der Hb zu tun, mit der ich tanze. Needy bin ich ganz oft, obwohl ich kaum ein Set auslasse, jede Menge gute Gespräche habe, sehr oft im Mittelpunkt stehe, ne Freundin hab, die mich liebt und jede Menge Freunde, die sich auch nach mir erkundigen. Wieso bin ich dann needy? Warum kann ich mit dem nicht zufrieden und ausgeglichen sein und mich wohlfühlen? Warum?
Ganz einfach: Ich gebe mir nicht das was ich brauche, sondern ich gebe mir die Hälfte davon. Ich suche mir HBs aus, die mir gerade mal die Hälfte bieten können, von dem, was ich gern hätte. Ich gebe mir selbst nichts, dass mich rundum zufrieden macht, sondern ich gebe mich mit der Hälfte zufrieden. Und diese Hälfte erfüllt mich dann eben auch nur halb. Und die andere Hälfte läuft leer da rum, sie ist wie ein schreiender kleiner Puls in meinem Leben. Diese leere Hälfte sorgt bei jedem Set dafür, dass ich zu früh eskalieren, dass ich needy rüber komme und dass ich unbedingt zu meinem Ziel vordringen möchte. Und damit mach ich es mir kaputt.
Genau so sorgt die halbe Leere dafür, dass ich mit einem Scheissgefühl nach Hause fahre, obwohl ich soviel gehabt habe, obwohl ich super viel Spaß im Club hatte, mit so mancher HB getanzt habe und ich IOIs in Masse bekam. Die Leere in mir saugte das zwar auf, doch war sie immer viel größer als alles was sich mir bot. Diese Leere wird immer größer, von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr. Und mit jedem weiteren HB merke ich es immer deutlicher: Ich gebe mir nicht das, was ich will, sondern ich nehme das, was da ist. Was da zu sein scheint.
Eine Lösung hab ich nicht. Wie gesagt, ich habe die Früchte bereits in der Hand, nur pflücken, das gelingt mir nicht.
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